Zargen

Zuerst einmal müssen die Maße festgelegt werden.

Da ich eine gewölbte Decke und einen gewölbten Rücken machen werde, lasse ich die Zargen etwas niedriger ausfallen. Der Korpus würde sonst viel zu klobig werden. Das Material der Zargen ist Ahorn und 55mm hoch. Die Länge beträgt ca. 600mm und wird später noch exakt auf die Länge zugeschnitten. 


Ich habe mir im Vorfeld eine Form für meinen Foxbender gebaut um die Zargen zu biegen. In der Praxis erwies sich dieses Vorhaben aber leider nicht als ideal, da der Foxbender eine Spur zu groß für die kleine Form ist. Sollte ich noch weitere Ukulelen bauen, fertige ich mir eine kleinere Version des Foxbenders an. In diesem Fall habe ich mich aber für die traditionelle Machart entschieden und die Zargen einfach mit dem Biegeeisen in Form gebracht. 

Dazu werden die vorbereiteten Zargen erst gewässert und dann gebogen. Auf den Bildern kann man sehen, dass ich zusätzlich ein nasses Tuch zwischen Zarge, Blech und Biegeeisen gelegt habe. Das Prinzip ist einfach und erinnert an ein Dampfbügeleisen. Ohne Blech und nassem Tuch würde sich der Riegelahorn nicht unbeschadet in Form bringen lassen. Der Zeitaufwand ist nicht sehr groß, und nach etwas Übung ist in einer halben Stunde die Zarge in der vorbereiteten Mold und kann dort erst einmal auskühlen.

Spaß macht das Biegen von Hand allemal.

 

Später habe ich den Halsklotz und den Tailblock hergerichtet und die Zargen auf die genaue Endlänge zugeschnitten. Beim Verleimen habe ich dann etwas Papier zwischen die Form und die Zarge gelegt (an den Leimstellen), um bei Austreten von überschüssigem Leim ein Verkleben der Form und Zarge zu vermeiden.

 

Nachdem die Fichtenklötze angeleimt und getrocknet waren, habe ich mit dem Anbringen der Reifchen begonnen. Dabei erhielt ich unerwartete Hilfe von Linus. Er längte die Reifchen ab und versäuberte die Trennstellen mit Schleifpapier. Danach leimte er die Reifchen auf die Side Braces. Um den Gitarrenbaunachwuchs brauche ich mir also auch keine Sorgen zu machen.

Nach dem Trocknen können dann schon die Decke und der Rücken aufgeleimt werden. 

Zuerst aber müssen diese angefertigt werden.

 

Mai 2012   


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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