Beim Lackieren gehe ich vor wie immer. Erst wird alles sauber geschliffen und dann grundiert. Die Holzteile aus Mahagoni müssen zuerst isoliert werden, damit das Produkt eine optimale Haftung erhält. Das ist im Grunde genommen bei allen Tropenhölzern von Nöten, da sonst die Haftung nicht gewährleistet ist. Wenn die Poren des Mahagonis geschlossen sind, ist der Lackiergang fertig. Das Instrument erhält keine zusätzlichen Farben und auch kein Burst. Ungewöhnlich für mich, aber sehr komfortabel, was die Weiterverarbeitung angeht.
Nach dem ersten Lackiergang wird alles zwischengeschliffen und dann der Hals eingeleimt und justiert. Das muss gleich beim ersten Mal passen.
Danach kommt der nächste Lackiergang. Durch das ständige „Auf-Fläche-Schleifen“ zwischen den Lackiergängen entsteht eine sehr dünne Lackschicht, die letztlich auf dem Instrument verbleibt.
Nach dem letzten Lackiergang lasse ich dem Lack dann genügend Zeit zum Aushärten und Einfallen.
Später wird dann wieder auf Hochglanz poliert. Alles in allem wird für eine solche Oberfläche ein Arbeitsaufwand von ca. 20 Stunden nötig sein.