Bundierung

Das Einsetzen der Bünde erfolgt mit Zuhilfenahme des eigens dafür gebauten Neck Jigg.

Die Funktion, vereinfacht erklärt, ist die Simulation der unter Seitenspannung stehenden Gitarre bzw. des Halses. Die daraus entstehende Möglichkeit, das Griffbrett sowie die Bünde unter den ,,Betriebsvoraussetzungen’’ abzurichten, verspricht höchst mögliche Präzision.

Bei einem Neubau heißt das zweimal Seiten aufziehen und in die Stimmung bringen, in der sie später gespielt werden soll. Natürlich kann man sie auch in anderen Stimmungen spielen, was aber wie bei jeder beliebigen Gitarre eine Neueinstellung nötig macht. Vorausgesetzt, man legt Wert auf eine gute und harmonische Intonation. Wie auf den Bildern zu sehen ist, habe ich, nach dem die Bünde eingesetzt waren, die Seiten aufgezogen und alles eingestellt. Die Uhren werden auf Null positioniert und nun können die Seiten wieder herunter. Mit Hilfe der einzelnen Einstellmöglichkeiten wird der Hals, der sich ja nach dem Entspannen der Seiten verändert hat, wieder in die Position gebracht, in der er unter Spannung war. An den Uhren kann ich die Position erkennen und den Hals dann mit den Stahlstiften stabilisieren.

Jetzt können die Bünde wie gewohnt abgerichtet und wieder verrundet werden. Zum Schluss werden sie dann noch auf Hochglanz poliert.

 

Material:

Jumbo Bünde

220er - 320er Schleifpapier auf dem Abrichtblock.

300er Diamantfeile zum Verrunden.

1200er Schleifpapier für den Endschliff. (Um einen Filz gelegt ergibt sich eine weiche und runde Arbeitsfläche. Die rutsche ich in Schleifbewegungen über die Bünde.)

Politur zum Abschluss. 

 

Juli  2010         

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