Jetzt ist die heikle Arbeit eigentlich schon getan und es geht ans Verlöten der Drähte.
Um den dünnen Lackdraht nicht abisolieren zu müssen, verzinne ich zuerst die Litzen und dann wickle ich den Lackdraht darum. Durch das Verlöten der beiden schmilzt der Lack auf dem Wickeldraht und sorgt somit für eine saubere Verbindung.
Ich verwende Elektroniklot S-Sn60Pb38Cu2 mit einer Stärke von 1 mm.
Die schwarze Litze (in diesem Beispiel) wird an den Anfang und die weiße Litze an das Ende des Lackdrahtes (wie oben beschrieben) gelötet. Um die Lötstelle zu isolieren und Kurzschlüsse zu vermeiden, verwende ich Schrumpfschläuche.
Die Drähte werden dann mittels Klebestreifen auf der Spule fixiert.
Das Ganze wiederhole ich bei der zweiten Bobine.
Jetzt werden die Polepieceschrauben und Weicheisenkerne montiert. Falls die Weicheisenkerne (und das ist fast fix) nicht leicht in den Wickelkörper zu stecken sind, kann man diese mit einer Zwinge hineinpressen. Nicht mit einem Eisenhammer bearbeiten, da Beschädigungsgefahr besteht. Die Schrauben drehe ich mit einem Akkuschrauber ein.
Jetzt werden die restlichen Parts zusammen mit dem Magneten, bevorzugt natürlich ein Alnico, auf die Grundplatte montieren.
Die Polausrichtung des Magneten ist: Norden zu den Polepieceschrauben (die erste Spule), Süden zeigt zu den Weicheisenkernen.
(Man Kann auch Süden zu den Schrauben und Norden zu den Weicheisenkernen zeigen lassen. Sollte dann aber auch beim Zweiten so gemacht werden.)
Zum Verlöten des Ausgangsdrahtes bietet sich ein vieradriges Kabel an, da mit einem solchen eine Vielzahl von Verdrahtungsoptionen (Splitting etc.) Außerhalb des Tonabnehmers möglich sind.
Wenn ein Standardeinsatz geplant ist, reicht ein zweiadriges Kabel.
Ich verwende dazu gerne das mit Draht umflochtene Vintagekabel.
Bei diesem Beispiel wird der Anfang der ersten Spule mit der Ummantelung bzw. der Grundplatte (Erdung) verlöten.
Dann das Ende der ersten und zweiten Spule miteinander verlöten und den Anfang der zweiten Spule mit dem schwarzen Draht (Hot) des zweipoligen Kabels verlötet.
Zum Schluss kann man die beiden Spulen zum Schutz seitlich noch mit Gewebeband abkleben.
Eigentlich ist der Humbucker jetzt funktionstüchtig. Ich schließe das aber immer noch mit dem Verwachsen der Tonabnehmer ab.
dieser Vorgang ist etwas heikel, aber wer so weit gekommen ist, sollte darauf nicht verzichten.