Pickup - Test - Single Coil

 

Mein neues Spielzeug ermöglicht mir ungeahnte Blicke in die Klangeigenschaften von Tonabnehmern.

Ich möchte den Interessierten Gitarristen mit diesem kleinen Artikel visuell veranschaulichen, was unsere Gitarrenelektronik und ihre Komponenten, mit den Klangeigenschaften des Tonabnehmers, unter verschiedenen Belastungen machen.

 

Für den Test habe ich einen Stratocster Singelcoil benutzt.

Eine Testreihe mit einem Humbucker werde ich demnächst machen und auf meiner Homepage vorstellen.

Um zu verstehen, was ich eigentlich getestet habe, ist folgende Erklärung vielleicht von Nutzen.

 

Zuerst einmal hat mich der Pickup ohne eine Belastung durch Kabel, Verstärker und Potis etc. interessiert.

Das Ergebnis ist natürlich nicht realistisch, da wir die einzelnen Komponenten, die ich dann fortlaufend dazugefügt habe, zum Erzeugen eines Tones brauchen. Die Werte von Punkt 1 bis 4 sind daher rein ,,wissenschaftlicher’’ Natur und haben für das, was wir am Ende über unseren Lautsprecher hören, keine Relevanz.

 

Ab Punkt 5 wird es aber interessant, denn dieser entspricht den realen Umständen, denen das Pickup in einer Strat mit einer Belastung von zwei 250 kOhm Potis und einem 5 Meter langen Kabel und natürlich einem Verstärker.

 

Bei Punkt 6 habe ich statt ein 5-Meter-Kabel ein 10 Meter langes verwendet.

Spätestens jetzt sollten wir Gitarristen staunen. Was da zwischen den beiden identischen Gegebenheiten für ein Unterschied durch das längere Kabel entsteht, ist vielen von uns einige 100 Euro in Form von neuen Tonabnehmern wert.

Natürlich kann man das nur mit einem Pickup machen, dessen Resonanzfrequenz Werte man nach unten bewegen kann. Was ein Pickup nicht hat, kann ihm auch nicht gegeben werden.

Die Resonanzfrequenz, und das ist das Ausschlaggebende für die Klangcharakteristik eines Pickups, kann man aber sehr leicht nach unten verschieben.

 

Beim 7. und 8. Diagramm habe ich statt den beiden 250kOhm zwei 500kOhm (oder ein 250 kOhm Poti) verwendet.

Das würde in der Praxis bedeuten, dass wir den Tonpoti abhängen, oder Volumen und Ton durch 500 kOhm statt 250 kOhm ersetzen müssten.

Was für eine Wirkung das hat, kann man auf den Bildern gut erkennen.

 

Im Grunde genommen sind das ja keine neuen Erkenntnisse oder Entdeckungen, die ich da präsentiere. Vielmehr hoffe ich, dass ich die Funktionsweise, wie wir unseren Sound beeinflussen können, für die, denen es zu mühsam ist sich mit Theorie auseinanderzusetzen, etwas versüßt und verständlich rüberbringen konnte.

Mir haben die Tests in den letzten Wochen auf jeden Fall sehr viel gebracht, und ich freue mich schon, das eine oder andere in meinen Gitarren umsetzen zu können. Der Qualität meiner Instrumente wird das auf jeden Fall einen zusätzlichen Reiz verschaffen.

 

Testbedingungn:

 

1.    Pickup ohne äußere Belastung.

2.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M).

3.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5-Meter-Kabel.

4.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 10-Meter-Kabel.

5.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5-Meter-Kabel und der 

        Elektronik. (2x 250 kOhm Potis).

tab-stops: list 36.0pt"> 6.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 10-Meter-Kabel und der 

        Elektronik. (2x 250 kOhm Potis).

7.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5-Meter-Kabel und der

        Elektronik. (1x 250 kOhm Potis oder

        2 x 500 kOhm Potis)

8.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 10-Meter-Kabel und der

        Elektronik. (1x 250 kOhm Potis oder

        2 x 500 kOhm Potis)

 

      Testbedingungen und die Ergebnisse:

 

1.      Pickup ohne äußere Belastung.

  Resonanzfrequenz ca.          6,9 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.   15,00 dB

 

2.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M).

  Resonanzfrequenz ca.          6,9 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.   10,2 dB

 

3.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5 Meter Kabel.

  Resonanzfrequenz ca.          3,7 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.   12,0 dB

 

4.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers         

        (Annahme 1M) mit einem 10 Meter Kabel.

  Resonanzfrequenz ca.          2,7 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.   11,9 dB

 

5.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5 Meter Kabel und

  der Elektronik. (2x 250kOm Potis).

  Resonanzfrequenz ca.          3,1 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.     2,8 dB

 

6.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 10 Meter Kabel und der  

        Elektronik. (2x 250 kOm Potis).

  Resonanzfrequenz ca.          2,5 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.     4,0 dB

 

7.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 5 Meter Kabel und der

        Elektronik. (1x 250kOhm Potis oder

        2 x 500 kOhm Potis)

  Resonanzfrequenz ca.        3,5 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.   6,0 dB

 

8.      Pickup plus die Belastung eines Verstärkers

        (Annahme 1M) mit einem 10 Meter Kabel und der 

        Elektronik. (1x 250 kOhm Potis oder

        2 x 500 kOhm Potis)

  Resonanzfrequenz ca.          2,5 kHz.

  Resonanzüberhöhung ca.     7,0 dB

 

Juli  2010         

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