Binding der F-Löcher

Das dreilagige Binding besteht aus Resten, die bei einer der vorangegangenen Gitarren übrig geblieben sind. Bei den F-Löchern oder der Kopfplatte reichen kurze Teile völlig aus und können so noch verarbeitet werden.

Wie gewohnt habe ich die drei Einzelstreifen mit Aceton zusammengeklebt. Dann habe ich sie mit dem leicht erwärmten Biegeeisen vorgebogen und in die F-Holes geklebt. An den Stellen, wo sie in den Ecken bzw. an den Enden zusammenkommen, wurden sie mit einem scharfen Stemmeisen zurechtgeschnitten. Dann wurden die vier einzelnen Teile angeklebt.

Das Ankleben kann mit Aceton oder einem ganz dünnflüssigen Superkleber gemacht werden. Beim Superkleber sollte man aber unbedingt für einen gut durchlüfteten Arbeitsplatz sorgen und eine spezielle Maske tragen. Die Dämpfe sind extrem aggressiv und haben bei mir kurzzeitig für gesundheitliche Probleme gesorgt. Die Gasmaske, wie man auf den Fotos sehen kann, sieht zwar nicht nach Gitarrenbau aus, aber ihren Zweck erfüllt sie zweifellos. Den Superglue verwende ich nur in den F-Holes, weil eine schnellere Haftung und dadurch ein festes Andrücken mit den Fingern möglich ist. Durch das Andrücken erreiche ich eine bessere Passgenauigkeit in den engen Radien.

Nach der Kleberei lüfte ich den Raum ordentlich und arbeite erst einmal in einem anderen Raum weiter, bis die Dämpfe sich restlos verzogen haben.

 

Wenn alles soweit fertig und trocken ist, versäubere ich das überstehende Material auf beiden Seiten der Decke mit einer Ziehklinge.

Links ist das bereits geschehen.

 

Juli  2010         

Newsletter

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.