Hals

Bei diesem Modell ist der Hals anders zu machen als bei den von mir gefertigten Vorgängern. Im Vorfeld habe ich mir einen Jigg gebaut, mit dem ich die Verbindungen sowohl am Hals als auch am Korpus fräsen kann. Als Material dient Riegelahorn. Das Material stammt vom gleichen Baum wie der Rücken. Der Hals ist aus drei Teilen zusammengeleimt, wie das bei Jazzgitarren üblich ist. Da es sich um europäischen Ahorn handelt, mache ich das aus Stabilitätsgründen. Der amerikanische Ahorn ist härter und vielleicht sogar vorzuziehen, aber ich habe gute Erfahrungen mit unseren Hölzern gemacht und versuche, wenn möglich, heimisches Material zu verarbeiten. Aus dekorativen Gründen habe ich mich entschieden beim Hals noch dünne Einlagen mit zu verarbeiten.

 

Zuerst habe ich die Umrisse mit dem „Hals-Template“ auf den Rohling aufgezeichnet und den dann mit der Bandsäge ausgeschnitten.

Den Halsstab musste ich zuerst noch schweißen, da der gekaufte nicht gepasst hat. In Zukunft werde ich die Trussrods eventuell selber machen, dann passen sie einfach genauer zu den Modellen.

 

Die folgenden Arbeiten sind im Grunde genommen dieselben wie bei den vorangegangenen Gitarren und unterscheiden sich nur dadurch, dass die Modelle eben andere sind.

Hier wird zum Beispiel, nachdem die Fräsung (Dovetail) gemacht worden ist, eine Verlängerung an den Hals angeleimt. Das ist nötig, weil die Hals-Korpus-Verbindung sonst nicht gefräst werden könnte.

Die Verlängerung nennt man Neck extension.

Auf den Bildern ist ein kleiner Auszug der Arbeiten zu sehen.

 

Juli  2010         

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