Das Finale beginnt und wird noch einmal ein schönes Stück Arbeit.
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, habe ich mich entschieden, die Patinierung von der ganzen Gitarre zu entfernen. Das ist zwar mit Mehrarbeit verbunden, aber in Anbetracht des Ergebnisses gerechtfertigt.
Beim Top muss mit großer Vorsicht hantiert werden, da es mir nicht mehr möglich wäre, eine durchgeschliffene Stelle auszubessern.
Danach kommt der Rest der Gitarre dran.
Interessant ist das, was nach dem Abschleifen zu sehen ist.
Um einen einteiligen Korpus vorzutäuschen, wird über den aus drei Ahornteilen zusammengeleimten Body auf der Rückseite ein Pappelfurnier geklebt. Wenn das Instrument dann auf der Rückseite eingefärbt ist, ist von alledem nichts mehr zu sehen.
An der Kopfplatte war noch ein großer Lackpatzer. Den habe ich in diesem Zuge noch ausgebessert und wieder auf Fläche geschliffen.
Was das Endresultat der Lackierarbeiten anbelangt, bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Leider konnte ich das mir gesteckte Ziel, das Limitid Edition Logo auf der Rückseite der Kopfplatte zu erhalten, nicht erreichen. Durch die sich im Holz befindenden Beschädigungen um die Bruchstelle des Halses war es unumgänglich, einen deutlich dunkleren Farbton für die Rückseite der Gitarre zu wählen. Das ist eine Entscheidung, die während der Arbeiten getroffen werden muss. In Anbetracht der bereits voran gegangen Arbeiten wählte ich den für eine saubere Optik nötigen Weg. Beides, nämlich die Decals erhalten und eine optimale Optik, war zumindest für mich nicht zu erreichen.
So wurde von meinem Freund Edi, dem hier ein besonderes Dankeschön ausgesprochen wird, ein dunkler Cherry-Farbton aus der Gibson Palette gemischt. Er verfügt da über ein unsagbar glückliches Händchen und ist mir immer wieder ein treuer und wichtiger Helfer.
Zur Verwendung kam Polyurethan. Die Lackierung erfolgte in zwei Arbeitsgängen. Zuerst das Einfärben auf der Rückseite. Dann ein Gang mit Klarlack, um den Farbton zu versiegeln.
Fünf Tage später erfolgte nach einem Zwischenschliff der letzte Gang über das gesamte Instrument. Der nächste Arbeitsgang ist dann das Polieren.
Das braucht jetzt allerdings noch etwas Zeit.