Vor dem Polieren der Gitarre wird der Lack noch ein letztes Mal geschliffen. Danach schwabble ich in vier Gängen und bringe so einen schönen Glanz auf das Instrument. Das Komplettieren im Anschluss ist eine der schönsten Arbeiten. Das weist immer darauf hin, dass etwas fertig wird.
So auch hier.
Meine Beurteilung die Gesamte Arbeit betreffend, fällt durchwegs positiv aus. Die Anforderungen sind erfüllt und das Instrument ist nicht nur spielbar, sondern auch in einem optisch ordentlichen Zustand. Das Wichtigste, nämlich das Top, konnte erhalten werden und das ist bei dieser Gitarre wohl einer der Hauptgründe gewesen, warum es zu einer Wiederbelebung gekommen ist.
Mit dem eingefärbten Binding bin ich nicht ganz zufrieden. Das ist dieses Mal nicht so gut gelungen. In Anbetracht der Arbeit die zu der Wiederbelebung notwendig war, ist das Resultat aber
mehr als akzeptabel.
Dieser Gitarre steht eine weitere musikalische Lebenszeit zur Verfügung. Bleibt zu hoffen, das diese gewaltfrei verläuft.
Zu dieser Dokumentation ist noch hinzuzufügen, dass die Beschreibung natürlich nicht jeden Handgriff erläutert. Dieser Streifzug gibt nur einen groben Einblick in die Abläufe einer solchen Reparatur. Der Zeitaufwand und das Risiko noch weitere Schäden zu verursachen ist groß. Trotzdem oder gerade deshalb ist, bzw. war es eine Herausforderung.