Nachdem ich nun stolzer Besitzer des von Herrn Dipl. Ing. Helmuth Lemme entwickelten Pickup Analyzers bin, kann ich meine selbstgebauten Pus gnadenlos begutachten und realistisch beurteilen. Nach einigen Messungen und Vergleichen mit namhaften Herstellern kann ich aber schon einmal sagen, dass sich die Arbeit gelohnt hat.
Nach den Ergebnissen, die ich jetzt auch rein technisch, und damit unabhängig von meiner subjektiven Hörbeurteilung, vorliegen habe, steht für mich fest, dass meine Gitarren auch in Zukunft mit gutem Gewissen und aus Überzeugung mit handgefertigten Pickups bestückt werden. Hätte ich erkennen müssen, dass es nicht möglich ist, hochwertige Tonabnehmer selbst zu bauen, hätte ich meine Philosophie, die komplette Gitarre aus einer Hand, nicht weiter verfolgt. Es ist zu viel Arbeit, ein Instrument zu bauen und es dann mit minderwertigen Komponenten zu bestücken. So hat sich die Investition in dieses Gerät schon einmal gelohnt, und es ermöglicht mir, eine gleich bleibende Qualität zu produzieren bzw. zu überprüfen.
So simpel diese Tonabnehmer auch sein mögen, so verflixt viel kann man auch falsch machen. Bei der Pickup-Herstellung ist noch so viel Spielraum des uns vermeintlich Bekannten vorhanden, dass es nicht nötig ist das Rad neu zu erfinden, aber wir können es für unsere Zwecke runder, kleiner, dünner ... machen und werden dadurch mit neuen Erfahrungen und Eindrücken belohnt.
Ich plane demnächst, dank der Software von www.audiotester.de für die interessierten Besucher meiner Seite einige Grafiken von den Messungen zu veröffentlichen. Bitte aber um etwas Geduld, da gut Ding auch Weile braucht.
Wer in die Vollen langen will, ist beim Meister ohnedies besser aufgehoben und sollte sich unter www.guitarelektronik.de das komplette Programm geben.
Das Gebiet der Gitarrenelektronik ist derart weitläufig, dass ich vermutlich mein ganzes Leben lang zu lernen habe und immer noch Fragen offen bleiben. Das sollte uns Gitarristen aber nicht davon abhalten, damit zu beginnen. Lieber wenig als gar nichts wissen.
In diesem Sinne wünsche ich mir und allen anderen viel Neugierde und den nötigen Forschergeist.