Elektrik

 

Nach einer längeren Pause geht es nun langsam dem Ende zu. 

So ist es an der Zeit, die Tonabnehmer zu bauen und die Schaltung festzulegen.

Max hat sich für die klassische Humbucker-Version entschieden. Wobei klassisch nur stimmt, was die Optik betrifft. Wir machen den Steg-Pickup mit Alnico V- und den Halspickup mit Alnico II-Magneten. Zusätzlich soll der Hals-Pickup splittbar sein um einen Singelcoil zu erhalten. Diesen werden wir mittels Push/Pull beim Volume-Regler umsetzen. Die restliche Schaltung ist traditionell ausgelegt. 

Die Tonabnehmer erhalten auf Wunsch von Max eine Neusilberkappe und Chromrahmen. Gewickelt werden die Spulen mit AWG 042er Wickeldraht.

Max wünscht sich einen gemäßigten Sound, und so werde ich die Tonabnehmer nicht zu fett wickeln. Ich orientiere mich an den Burstbuckern von Gibson und wickle den Neck auf einen Burstbucker I mit 7,6 kOhm und den Steg auf einen leicht abgeschwächten Burstbucker II mit 8,3 kOhm. Das sind für den Neckpickup ca. 5000 und für den Stegpickup ca. 5400 Wicklungen pro Spule. Ich denke, dass wir in der Richtung nicht viel falsch machen und der Sound so doch einschätzbar bleibt. Abschließend werden die Spulen gewachst und mit den Neusilberkappen verschlossen. 

Bei der Abstimmung der Spulen gehe ich nicht auf die identische Anzahl der Wicklungen, sondern auf den Widerstand. Das macht jeder Hersteller auf seine Art und ich habe mich aus technischen Gründen für diese Variante entschieden. Das Signal weiß ja nicht, wie viele Wicklungen es durchläuft, aber der Wiederstand ist maßgeblich für eine identische Übertragung.

Ich bin schon gespannt, wie sich das Instrument anhören wird. Bis dahin ist aber noch ein klein wenig Zeit. Bilder gibt es natürlich auch wieder, um die Baudokumentation zu vervollständigen.