Komplettieren

 

Nach dem Polieren kann dann mit dem Komplettieren begonnen werden. 

Im Vorfeld habe ich die Pickup-Rahmen bereits angepasst und das Schlagbrett ausgefräst. So kann gezielt jedes Teil an seinen Platz gebracht werden und das ohne großes Risiko, die Oberfläche zu beschädigen. Um Kratzer beim Montieren der Elektrik zu vermeiden, habe ich das Top abgeklebt. Durch das Löten bzw. Verdrahten der Potis entstehen gerne kleine Kratzer auf dem Lack. So lässt sich das gut vermeiden.

 

Zuerst aber müssen noch die Halsstababdeckung und eine Jackplatte angefertigt werden. Die Jackplatte mache ich selber, da eine Eckige einfach nicht gut aussehen würde. Dieses Ovale hat etwas Retromäßiges. Ist aber Geschmacksache und sicher nicht für alle Modelle optisch geeignet. 

Die Halsstababdeckung wird aus Ebenholz gemacht. Das ist sehr schlicht und reiht nahtlos ans Griffbrett das aus demselben Material ist. 



 

Das Schlagbrett hätte ich gerne ohne die Schraube am unteren Flügel montiert. Leider hat kein Kleber gut genug ­gehalten um das Metallteil mit dem Schlagbrett sicher zu verkleben.

Die Schraube bzw. das Gestänge habe ich dann so montiert, dass der Gewindeblock genau auf das F-Loch trifft. Dies soll verhindern, dass durch eventuelles Herunterdrücken die Lackschicht verletzt wird. Zu diesem Thema gab es ja schon ausführliche Diskussionen in einschlägigen Foren.

 

Nachdem alles verlötet und montiert ist, werden noch einige Feineinstellungen gemacht und dann geht es an den Verstärker um die Funktionen durchzutesten. Ein ausgiebiges Bespielen ist erst für später vorgesehen.

Im Anschluss an die Bilder werde ich in den nächsten Tagen darüber berichten. 

Was das Gewicht betrifft, haben wir trotz massiver Holzauswahl das selbe Gewicht erreicht wie das 1968er Vorbild. Soit hätten wir die Sperrholzvariante elegant ausgeschalten.

 

Jetzt aber zu den Fotos die, die letzte Einblicke in die Arbeiten an der Gitarre von Max gewähren.

 

 

Nun ist das Instrument bei seinem Besitzer und ich kann ohne ihn zu beeinflussen meinen persönlichen Komentar dazu abgeben.

Ich habe das Instrument ausgiebig gespielt und genossen. Der Sound ist wie immer Geschmacksache und wird von mir nicht lange beschrieben. Was für mich geblieben ist, ist die Tatsache, dass ich noch keines meiner Instrumente so leicht bespielen konnte wie diese Gitarre. Wenn ich ein neues Instrument in Händen halte, muss ich mich immer erst ein wenig mit ihm anfreunden. Hier war das anders. Ich muss wohl auch irgendwann für mich eine ES bauen. Max wünsche ich viel Freude mit seinem ES Model.