Lackieren

Ein sehr schöner Arbeitsschritt kommt jetzt an die Reihe. Das Lackierendes Instrumentes. Der Wunsch von Felix war, dass sie so werden soll wie die ES von Max. Also ein schönes Burst. Das Besondere bei diesem Model ist sicherlich das Holzbinding. Etwas aufwendig aber sehr stimmig mit dem Gesamtkonzept. 

Die ES, die ich zusätzlich mitgebaut habe hat beispielsweise ein weisses Kunststoffbinding und ist somit eher an den großen Vorbildern orientiert. Aber was spielt es schon für eine Rolle ob traditionell oder näher am Original? Wenn die Arbeit sauber ist und die Optik stimmt, sind mir Abweichungen und Unterschiede doch eine willkommene Abwechslung. So hat es sich ergeben, dass ich dieses Mal das Logo in der Kopfplatte aus Perlmutt geplant habe. Natürlich nicht nur geplant sondern auch umgesetzt. Da es sich schwierig gestaltet das Logo auszufräsen (zu kleine Radien etc. um das mit meinen technischen Möglichkeiten sauber hin zu bekommen), habe ich eine Technik ausprobiert die ich einmal bei einem der bekanten Hersteller gesehen habe, als ich die Lackierung neu aufbauen musste. Das Perlmut wird flächig eingelegt und das Logo dann einlackiert. Hat super funktioniert und ist in Zukunft eine weitere Option die ich nutzen kann und werde. 

Die Materialien für die Lackierung sind Beize für den Grundton, Isoliergrund um eine gute Haftung des Polyesterlackes zu sichern, der eben genannte Polyesterlack, und das Burst das mit eingefärbten Polyurethanlack gemacht wird. In genau dieser Reihenfolge erfolgt auch der Auftrag. Natürlich sind dabei immer wieder Zwischenschliffe notwendig. Da es sich um Ahorn und somit um ein Holz handelt das wenig Poren hat, genügen ein Grundiergang, dann der Auftrag vom Burst und einer weiteren Schicht Klarlack, die nach dem trocknen noch einmal auf Fläche geschliffen wird. Danach folgt noch eine Schicht Klarlack und das Ganze kann getrost trocknen. Die kommenden drei Monate passiert jetzt gar nichts. 

Im November werde ich dann das Finish mit den gewohnten Poliergängen beenden. In der Zwischenzeit geht die Hardware zum Verchromen und die Tonabnehmer müssen gebaut werden. 

Bis es so weit ist, bleibt aber noch etwas Zeit.

Die folgenden Bilder lassen wieder einen Blick in die entstehung des Finish zu. Viel Spaß beim betrachten.