Mai 2018

Griffbrett - Hals

Zuerst schneidet Manuel die Bundschlitze in das vorbereitete Griffbrett aus Wenge. Um ihm die stundenlange Schleiferei bei dem harten Material zu ersparen, fräse ich ihm einen 12"-Radius mittels dem neu angefertigten Radius-Jigg auf den bereits mit den Bundschlitzen versehenen Rohling. Die Feinarbeit muss Manuel dann aber wieder mit dem Schleifklotz in alter Manier erledigen.

Als Griffbretteinlagen hat Manuel 6mm-Dots aus Perlmut ausgewählt. Nach dem Bohren werden sie eingeklebt und brauchen etwas Zeit um zu trocknen.

 

Mit der Kehlmaschine lässt sich das Einfräsen des Halsstabes sehr sicher bewältigen, und so kommt Manuel in den Genuss, das selbst zu tun. Leider ist uns der Fräser abgebrochen, und ich musste dann mit der Handfräse weitermachen.

Die Halsform wird mit der Bandsäge grob ausgeschnitten und dann mit dem Bündigfräser auf Endmaß gebracht. 

Das genaue Einpassen des Trussrods wird von Manuel mit einem Stemmeisen gemacht. Um die eingeklebten Dots sauber zu verarbeiten, wird das bereits in Endform getrimmte Griffbrett noch einmal mit dem 12"- Radiusschleifklotz geschliffen.

Jetzt kommt der Moment, in dem das Griffbrett auf den Hals geleimt wird. Danach lassen wir den Leim trocknen und werden dann beim nächsten Mal die Halsform herausarbeiten.

 

Nach vier Tagen treffen wir uns wieder und gehen ins Finale, was die Holzarbeiten anbelangt.

Das Halsprofil ist an der Reihe. Bevor wir das aber machen, lasse ich Manuel noch die Bundstäbe in die Schlitze pressen. 

Nachdem das gemacht ist, nehmen wir mit der Bandschleifmaschine wieder das Gröbste weg, und der Rest wird mit der Ziehklinge und dem Schleifpapier gemacht.

 

Dank der Herbstferien und dem flexiblen Arbeitseinsatz von Manuel, konnten wir die Holzarbeiten in einem kürzeren Zeitrahmen bewerkstelligen als geplant.

Jetzt können wir uns schon um die Oberflächenbehandlung und die Elektrik kümmern.